Dr. Ana Banito, Heidelberg, erhält den Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, gestiftet von der Monika Kutzner Stiftung zur Förderung der Krebsforschung

Berlin, 29. November 2019. Der Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), gestiftet von der Monika Kutzner Stiftung zur Förderung der Krebsforschung, geht in diesem Jahr an Dr. Ana Banito, Jahrgang 1981, für ihre herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Sarkomforschung. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird jährlich vergeben. Die Verleihung erfolgt am 29. November 2019 im Rahmen der Festsitzung zum Einsteintag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften im Nikolaisaal in Potsdam.

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Ana Banito hat Molekulare Biologie und Genetik an der Universität Lissabon (Portugal) studiert und im Bereich Seneszenz und Reprogrammierung von pluripotenten Stammzellen am Imperial College London (UK) promoviert. Im Anschluss forschte sie dort als Postdoktorandin auf dem Gebiet der Sekretionsmechanismen während des Alterungsprozesses. Von 2012 bis 2017 war sie Postdoc am Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York (USA), wo sie den Hauptfokus ihrer wissenschaftlichen Arbeit auf die Tumorbiologie von Sarkomen legte. Für ihren Aufenthalt konnte sie erfolgreich ein EMBO Long-Term Fellowship einwerben. 2018 wechselte sie an das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und an das Hopp Kindertumorzentrum am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg. Sie leitet seitdem ihre eigene Arbeitsgruppe „Weichteilsarkome“.

Ana Banito erforscht die grundlegenden Mechanismen der Tumorgenese bei pädiatrischen Sarkomen und entwickelt Modelle, um neuartige Wirkstoffe gegen diese Krebsarten zu testen. Sarkome sind neben Hirntumoren die Erkrankungsgruppe in der Kinderonkologie, die am häufigsten mit Rück- und Todesfällen einhergeht. Zur Entwicklung effizienter Behandlungsmethoden ist daher eine tiefergreifende Analyse dieser Tumorart dringend erforderlich: Hierzu leistet Frau Banito mit ihren Forschungsarbeiten einen wichtigen Beitrag. Ihr Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf der Untersuchung der epigenetischen Modifikationen der Tumor-DNA und der Rolle, welche eine fehlerhafte Regulation dieser Modifikation in der Tumorgenese von Sarkomen spielt.

Ana Bonito und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erforschten die epigenetischen Veränderungen bei Synovialsarkomen, eine wenig erforschte Tumorart, die vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auftritt. Synovialsarkome werden von einem einzigen onkogenen Ereignis ausgelöst, das zur karzinogenen SS18-SSX-Fusion führt. Frau Bonito konnte die erste umfassende Beschreibung der endogenen genomweiten Besetzung durch SS18-SSX nachweisen – publiziert in der angesehenen Fachzeitschrift „Cancer Cell“.

Die erfolgreiche Einwerbung eines ERC Starting Grants unterstreicht zudem die international herausragende Forschungsleistung Ana Banitos, deren Arbeiten sowohl aus klinischer als auch aus tumorbiologischer und technischer Sicht höchst eindrucksvoll sind.

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